Mit dem Halbjahr 2025 ist es an der Zeit, einen fundierten Blick auf die Entwicklungen des Immobilienmarkts in der Region Hannover zu werfen. Die Analyse zeigt: Der Markt präsentiert sich facettenreich – während einige Segmente eine leichte Erholung signalisieren, sind andere weiterhin von Zurückhaltung geprägt.
Büromarkt: Nachfrage nach modernen Flächen steigt
Nach einem schwachen Jahr 2024 zeigt sich der Büromarkt in Hannover im ersten Halbjahr 2025 leicht erholt:
- Insbesondere kleinere Flächen unter 500 m² verzeichnen eine zunehmende Nachfrage.
- In zentralen Lagen steigen die Spitzenmieten leicht an.
- Gleichzeitig erhöht sich die Leerstandsquote moderat.
- ESG-konforme Neubauten gewinnen an Bedeutung, während ältere Bestandsimmobilien unter Druck geraten.
Investmentmarkt: Selektive Dynamik und Nachhaltigkeit im Fokus
Das Investitionsgeschehen bleibt insgesamt zurückhaltend. Auffällig ist jedoch:
- Der Markt konzentriert sich auf kleinere Transaktionen mit zukunftsorientiertem Fokus.
- Institutionelle Anleger bevorzugen nachhaltige Asset-Klassen – insbesondere im Wohn- und Logistikbereich.
- Die Renditen bleiben stabil, Core-Objekte sind weiterhin gefragt.
Logistikimmobilien: Rückgang beim Flächenumsatz
Die konjunkturellen Unsicherheiten machen sich im Logistiksegment bemerkbar:
- Der Flächenumsatz ist rückläufig, was auf eine zurückhaltende Nachfrage hinweist.
- Die Spitzenmieten bleiben hingegen stabil.
- Die Projektpipeline deutet auf moderates Wachstum für 2025/2026.
- Aufgrund der guten Lage und Infrastruktur bleibt die Region langfristig attraktiv.
Wohnimmobilien: Nachfrage stabil, Angebot limitiert
Der Wohnimmobilienmarkt zeigt sich stabil, jedoch nicht ohne Herausforderungen:
- Die Nachfrage bleibt in gefragten Lagen hoch.
- Neubauten erzielen höhere Mietpreise als Bestandsobjekte.
- Die Bautätigkeit hinkt dem Bedarf weiterhin hinterher – das Angebotsdefizit bleibt bestehen.
Bewertungsperspektive: Präzision durch Marktkenntnis
Für Immobilienbewerter bedeutet das:
- Regionale Unterschiede und Asset-spezifische Dynamiken müssen gezielt berücksichtigt werden.
- ESG-Kriterien, Standortqualität und Neubaupotenziale spielen bei der Bewertung eine zentrale Rolle.
- Eine fundierte Datenbasis und tiefgehende Marktkenntnis sind entscheidend, um tragfähige Bewertungen zu ermöglichen.
Im nächsten Teil unserer Marktanalyse beleuchten wir die Entwicklungen im Großraum Frankfurt am Main. Bleiben Sie dran für weitere regionale Insights.